OBSOLET

des Studios besteht aus vier Personen mit verschiedenen Arbeitsschwerpunkten von Grafik, Kunst, Literatur, Musik, Politik, Wissenschaft und Bildung. Aus der Verbindung dieser Horizonte zieht das Studio seine kreative Kraft und Dynamik.




Obsolet ist ein Mimeo-Druck Studio. Wir arbeiten mit alten Druckmaschinen, bekannt unter dem Namen Mimeographen. Diese Drucker waren vor allem in Ämtern, Kirchen und Schulen bis in die 60er Jahre weit verbreitet und gelten als Vorläufer der heutigen Kopiergeräte. Sie wurden aber ebenso in künstlerischen und politischen Kontexten verwendet, um Pamphlete, Zines und Flyers zu drucken, da es zum ersten Mal möglich war, günstig und viel zu produzieren. Heute sind die Maschinen aber weitgehend in Vergessenheit geraten.

Als Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft haben wir einige dieser Maschinen für den manuellen Druck revitalisiert. In Zeiten geplanter Obsoleszenz verstehen wir die Auseinandersetzung mit veralteten Technologien als einen widerständige Praxis der Sorgsamkeit. Das analoge Drucken ist eine nachhaltige Technik: die Maschinen funktionieren ohne Strom, die Tinte wird auf sojabasis produziert und enthält keine Chemikalien. Außerdem verwenden wir unbeschichtetes und recyceltes Papier.
Die Möglichkeit selbst zu publizieren, fördert die kreative Unabhängigkeit und stellte einen Gegenentwurf zur Hyperdigitalisierung dar. Ein analoges Buch sendet keine persönlichen Informationen über die Leser*in. Wir sind experimentier- und kooperationsfreudig und stehen mit verschiedenen Vereinen und Projekten im Austausch: Klangfestival Gallneukirchen, Erwin Blok, Akademie der bildenden Künste etc. Wir unterstützen bei der Realisierung von Druckprojekten und wollen darüber hinaus unser Wissen in Form von Workshop weitergeben - an alle die selbst gerne Hand anlegen wollen. Unsere laufenden Projekte sind vielfältig, von Zine Produktionen, über Merch-Produkte für Bands und Musiker*innen, bis hin zur Live-Performances “We Vote!”.

Mit unseren vier Gestetner Maschinen und einem Risograph für die Masterfolien, können wir eine Vielfalt an Druckprojekten realisieren. Wir denken dabei an Kooperationen mit Schriftsteller*innen, Künstler*innen, Musiker*innen und interessierte Menschen, sowie Jugendliche und Kinder im schulischen Kontext. Wir wollen experimentieren, unser Wissen teilen und die analoge Drucktechnik an die Leute bringen. Das Studio ist ein offener Ort, an dem wir einladen, Ideen zu realisieren, Wörtern und Gedanken eine materielle Form zu geben und analog zu produzieren.


Marlene Haider

(1988*) lebt in Wien. Studium der Germanistik und Kunstgeschichte mit Schwerpunkt Gender Studies in Wien, Berlin und Ljubljana. Arbeitet im Bereich Inklusion und Bildung, aktuell in Bildungskarenz: Masterstudium “Deutsch als Fremd- und Zweitsprache” an der Universität Wien. Herausgabe der Zeitschrift Wienzeile (Nr. 70); textliche und redaktionelle Arbeit im feministischen Kontext (u.a. Weiberdiwan, Stichwort Wien); Mitorganisation des Klangfestivals Gallneukirchen sowie künstlerische Leitung der Zine-Reihe des Kulturvereins Klangfolger.

Johannes Oberhuber

(1988*) Studium der Kunstgeschichte und Gender Studies in Wien und Hamburg, studiert aktuell Gestaltung im Kontext sowie Kunst und Bildung an der Akademie der Bildenden Künste. Seit 2005 Klangfestival (Organisation und Grafik), Zwischennutzungsprojekt Klangfolger Gallneukirchen. Layout und Veröffentlichungen in Wienzeile Nr. 70, Zine zum Klangfestival 2019 „weaving in“. Musik und Bandprojekte: gebenedeit, Torún, Erro Jojo, Birdpeople, Lurcheffekt, umbra umbra u.a. Buchvertonungen mit Lydia Haider (Kongregation, Rotten). Hat Erfahrungen in der sozialen Arbeit, hält Bienen und interessiert sich zuletzt für obsolete Drucktechniken.

Helena Segarra

(1989*) ist Uni:doc fellow am Institut für Politikwissenschaften. Forschungsschwerpunkte sind Asyl und Migration, Europäische Flüchtlingspolitik und Unterbringung, österreichische Politik und EU. Sie hat einen Master in Soziologie mit Forschungsschwerpunkt Gender und Politik der EHESS, Paris. Sie ist Mitbegründerin der Initiative anele RAGES. Von 2015 - 2017 hat sie als Projektkoordinatorin für die kuratorialen Plattform lepeuplequimanque Ausstellungen und Symposien an der Schnittstelle von Kunst und Politik organisiert.

Julien Segarra

(1985*) ist Künstler und Grafiker, er studiert an der Akademie der bildenden Künste bei Marina Grzinic. Seine bevorzugten Medien sind Bild und Ton. Er hat als Fotograf in Kanada gearbeitet und viele Jahre als Bühnentechniker in Paris. Mitbegründer der kuratorialen Plattform anele RAGES und Kurator der Ausstellung Beyond one’s own territory, Linz 2017. Ausgewählte Ausstellungen: Perspektiven Attersee 2018, Höhenrausch (OK, Linz) 2018, Our way(s) of Life (ACF, London) 2019.

Julien Segarra







WORKS (SELECTION)
PUBLICATIONS
OBSOLET
ANELE RAGES
PRINTS
ABOUT





CONTACT
julien.segarra@gmail.com
instagram @juliensegarra














© Obsolet, all rights reserved
© Anele Rages, all rights reserved
© Helena Segarra, all rights reserved
© Julien Segarra, all rights reserved


Disclaimer

Unless otherwise indicated, all materials on these pages are copyrighted. No part of these pages, either text or images may be used for any purpose other than personal use, unless explicit authorisation is given. Reproduction, modification, storage in a retrieval system or retransmission, in any form or by any means – electronic, mechanical or otherwise, for reasons other than personal use, is strictly prohibited without prior written permission.
We do not take any responsibility regarding information and content displayed on external linked websites.